
Abbildung ähnlich
PZN: 19197809
JAKAVI 5 mg/ml Lösung zum Einnehmen
- Hersteller: NOVARTIS PHARMA GMBH
- Darreichungsform: Lösung zum Einnehmen
- Zuzahlungsbefreit: Nein
- Apothekenpflichtig: Ja
- Verschreibungspflichtig: Ja
- Gruppe: Rezeptpflichtige Medikamente
Anwendungsgebiete
- Akute Schädigung des Empfängers durch Spender-T-Zellen (Graft-versus-host) - Chronische Schädigung des Empfängers durch Spender-T-Zellen (Graft-versus-host)
Dosierung und Anwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einer Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörungen, einer verminderten Zahl an weißen Blutkörperchen, Blutarmut und zu einer verminderten Zahl an Blutplättchen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Säuglinge unter 6 Monaten: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Infektion mit dem Zytomegalievirus
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Infektion der Harnwege
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Blutarmut (Anämie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen (Panzytopenie)
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Bluthochdruck
- Übelkeit
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Kopfschmerzen
- Erhöhter Wert der fettspaltenden Verdauungsenzyme (Lipasen)
- Erhöhte Werte eines Enzyms (Amylase)
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Erhöhte Konzentration eines Energieüberträgerstoffs der Muskeln (Kreatinin) im Blut
- Infektion mit einem Virus (BK-Virus)
- Gewichtszunahme
- Verstopfung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Zusammensetzung
Wirkstoff | Ruxolitinib phosphat | 6,6 mg |
Wirkstoff | Ruxolitinib | 5 mg |
Hilfsstoff | Propylenglycol | 150 mg |
Hilfsstoff | Citronensäure | + |
Hilfsstoff | Methyl-4-hydroxybenzoat | 1,2 mg |
Hilfsstoff | Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,4 mg |
Hilfsstoff | Sucralose | + |
Hilfsstoff | Erdbeer-Aroma | + |
Hilfsstoff | Wasser, gereinigtes | + |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ruxolitinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die so genannten Januskinasen (JAK), die an der Produktion und am Wachstum der roten Blutkörperchen beteiligt sind. Bei Myelofibrose oder bei Polycythaemia vera (Erkrankungen des Knochenmarks) sind die Januskinasen überaktiv, was zu einer unkontrollierten Produktion von Blutkörperchen führt, die in Organe, einschließlich der Milz wandern und zu deren Vergrößerung führen. Ruxolitinib hemmt bestimmte Signalwege und damit die unkontrollierte Zellteilung und stark vermehrte Bildung von Blutkörperchen.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 60 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.