
Abbildung ähnlich
PZN: 19271351
RITALIN Saft 2 mg/ml Lösung zum Einnehmen
- Hersteller: Pädia GmbH
- Darreichungsform: Lösung zum Einnehmen
- Zuzahlungsbefreit: Nein
- Apothekenpflichtig: Ja
- Verschreibungspflichtig: Ja
- Gruppe: Rezeptpflichtige Medikamente
Anwendungsgebiete
- Narkolepsie (zwanghafte Schlafanfälle) - ADHS
Dosierung und Anwendungshinweise
Kinder und Jugendliche von 6-17 Jahren 2,5 ml 1-2 mal täglich morgens, evtl. auch mittags, zu der Mahlzeit Erwachsene 5 ml 2-3 mal täglich morgens und mittags, evtl. auch nachmittags, zu der Mahlzeit Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Unruhe, Zittern, Schwitzen, Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Glaukom
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Depression, auch in der Vorgeschichte
- Magersucht, auch in der Vorgeschichte
- Selbstmordgedanken, auch in der Vorgeschichte
- Psychose, auch in der Vorgeschichte
- Störung des Gefühlslebens, auch in der Vorgeschichte
- Manie, auch in der Vorgeschichte
- Seelische Erkrankung mit Wahn, Sinnestäuschung, Ich-Störung (Schizophrenie), auch in der Vorgeschichte
- Persönlichkeitsstörungen
- Manisch-depressive Erkrankung, auch in der Vorgeschichte
- Herz-, Kreislauferkrankungen, wie:
        - Bluthochdruck
        - Herzschwäche
        - Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
        - Angina pectoris
        - Angeborener Herzfehler
        - Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie)
        - Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
        - Herzrhythmusstörungen
        - Erkrankung, durch Störung von Ionenkanälen
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße, wie:
        - Aneurysmen (Ausbuchtung der Gefäßwände)
        - Gefäßentzündungen
        - Schlaganfall (akut)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Erwachsene: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten ab 60 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen, wie:
        - Schlaflosigkeit
- Nervosität
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsstörung
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- Schwitzen
- Wachstumsverzögerung
- Aggressives Verhalten
- Stimmungsschwankungen
- Antriebssteigerung
- Angstzustände
- Depressionen
- Reizbarkeit
- Unruhe
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Panikattacken
- Stress
- Zähneknirschen
- Zittern
- Schwindel
- Störung des Bewegungsablaufs (Dyskinesie)
- Hyperaktivität (psychomotorische)
- Schläfrigkeit
- Herzrhythmusstörung
- Herzklopfen
- Bluthochdruck
- Kältegefühl der äußeren Körpergebiete (z. B. Finger, Zehen, Arme)
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
        - Bauchschmerzen
        - Durchfälle
        - Erbrechen
        - Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Zahnschmerzen
- Haarausfall
- Juckreiz
- Hautausschlag, schwerer
- Nesselausschlag
- Gelenkschmerzen
- Husten
- Rachenentzündung
- Halsschmerzen
- Anfälle von Atemnot
- Fieber
- Durst
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Akute starke allergische Reaktion, die mehrere oder alle Körpergebiete betrifft (Anaphylaxie)
- Ohrenschwellung
- Entzündung der mittleren Hautschicht mit Blasen (bullöse Dermatitis)
- Verschiedene Formen von Hautschuppungen bzw. -abschälungen (exfoliative Erkrankungen)
- Hör- und sichtbare Sinnestäuschung (akustische und visuelle Halluzination)
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
- Selbstmordgedanken
- Tic-Störung, auch Verschlechterung bestehender Tics (Tourette-Syndrom)
- Muskelzuckungen
- gesteigerte Wachheit
- Spannungszustand
- Sitzunruhe (Akathisie)
- Doppeltsehen
- Verschwommenes Sehen
- Brustschmerz
- Verstopfung
- Anstieg der Leberwerte
- Mit Schuppenbildung verbundene Hauterkrankung
- Muskelschmerzen
- Verspannung von Muskeln
- Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
- Infektiöse Entzündung des Magen-Darm-Traktes
- Abweichende Untersuchungsergebnisse der Herzgeräusche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Zusammensetzung
Wirkstoff | Methylphenidat hydrochlorid | 2 mg |
Wirkstoff | Methylphenidat | 1,73 mg |
Hilfsstoff | Propylenglycol | 90 mg |
Hilfsstoff | Glycerol | + |
Hilfsstoff | Macrogol 1500 | + |
Hilfsstoff | Natriumbenzoat | 0,4 mg |
Hilfsstoff | Sorbitol 70 | + |
Hilfsstoff | Sorbitol | 175 mg |
Hilfsstoff | Salzsäure zur pH-Wert-Einstellung | + |
Hilfsstoff | Wasser, gereinigtes | + |
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkungsdauer von ganz bestimmten Botenstoffen erhöht. Dadurch wird eine verstärkte Aktivität und Wachheit erzeugt und beim Vorliegen einer sog. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) die Konzentration und die Ausgeglichenheit gefördert.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 30 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.